Erfahrungsbericht zum Thema KISS (Kopfgelenk-Induzierte-Symetrie-Störung)

Herzlich willkommen auf meiner Webseite.

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen einen kleinen Erfahrungsbericht von mir bezüglich meiner Tochter an die Hand geben.

Unsere Tochter war von Anfang an ein sehr umgängliches Kind. Typische Symptome die häufig bei KISS-Kindern beobachtet werden, wie Dauerschreien oder schiefe Kopflage war bei unserer Tochter nicht zu erkennen. Allerdings wurde schon recht früh erkennbar, dass die grobmotorische Entwicklung deutlich hinter dem Durchschnitt zurückhin. Zudem spuckte bzw. erbrach sie häufig nach dem Essen und sie war nicht in der Lage stückiges Essen zu schlucken. Bei den U-Untersuchungen beim Kinderarzt wurde nie ein besonderer Befund gestellt, es hies immer nur, dass sie eben etwas langsamer ist als andere Kinder. Da unsere erste Tochter auch sehr spät gelaufen ist haben wir uns nichts weiter dabei gedacht.

Leider verbesserte sich die Lage nicht wirklich und sie war auch mit einem Jahr noch nicht in der Lage alleine zu sitzen und kippte dauernd um. Zu diesem Zeitpunkt äußerte unser Kinderarzt erstmals den Begriff KISS, die sogenannte Kopfgelenk-Induzierte-Symetrie-Störung als evt. Grund für die schlechte Entwicklung. Daraufhin besuchten wir einen renommierten Orthopäden und dieser untersuchte unsere Tochter eingehend. Er kam zu dem Schluss, dass alles in bester Ordnung wäre und definitiv kein KISS-Fall vorliegt. Wir sollten weiter Krankengymnastik machen, um die Muskulatur zu stärken.

Nicht wirklich von der Diagnose überzeugt beobachteten meine Frau und ich in den nächsten Wochen unsere Tochter weiter und als nach rund 6 Wochen immer noch keinerlei Fortschritt zu sehen war nahm ich die Sache energisch in die Hand. Mein Vertrauen zu den Ärzten war gebrochen. Ich recherchierte über das Internet auf diversen Seiten zum Thema KISS und fand unter anderen auf www.kiss-kid.de eine Menge Informationen.

Leider stellte ich anhand der dort vorliegenden Ärzteliste fest, dass keiner der Spezialisten auch nur annähernd in unserer Nähe waren. Die bekannten Spezialisten sind alle im nördlichen Teil Deutschlands angesiedelt. Da wir in Bayern leben, war dies ein Problem. Der nächste Spezialist in Köln war ca. 5 Autostunden entfernt.

Trotzdem entschlossen wir uns, diesen Schritt zu machen und wir verbanden den Arztbesuch mit einem Kurzurlaub in Belgien. Gottlob war die Praxis recht entgegenkommend bezüglich des Termins, und so klappte der Besuch bei Dr. Biedermann in Köln reibungslos.

Dort wurde unsere Tochter eingehend untersucht und geröntgt. Auf dem Röntgenbild sah man deutlich eine Fehlstellung am Nacken und dieser wurde von Dr. Biedermann innerhalb weniger Sekunden mit Hilfe von manueller Therapie beseitigt. Dies war jedenfalls seine Aussage. Nach den vorherigen Erfahrungen bei diversen Ärzten waren wir sehr skeptisch und fuhren so weiter in den Urlaub.

Unsere Skepsis wurde jedoch schon am nächsten Tag entkräftet. An diesem Tag hat unsere Tochter das erste mal ein Gläschen mit Stücken essen können und das Spucken und Erbrechen war ab diesem Tag schlagartig vorbei. Sie aß von nun an viel besser und auch das sitzen besserte sich von Tag zu Tag. Seit dieser Behandlung begann ein Entwicklungsschub und heute nach ca. 3 Monaten ist unsere Tochter nur noch leicht mit der Grobmotorik hinterher und beginnt nun mit 1 1/2 Jahren zu laufen.

Ich bin froh, dass wir damals diesen Schritt getan haben und zu einem Spezialisten gegangen sind. Ich kann nur allen betroffenen Eltern raten dies zu tun, obwohl die Kosten für diese Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen wird und die meisten der Spezialisten reine Privat-Praxen haben. In unserem Fall war dies egal, da ich und unsere Tochter ohnehin privat versichert sind. Allerdings muss man auch sagen, dass die Behandlung nur ca. 100 Euro gekostet hat (im Vergleich zu den vorherigen Arztrechnungen beim Orthopäden und der KG ein Bruchteil) und dies wäre mir meine Tochter natürlich auch ohne private Krankenversicherung wert gewesen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinem Erfahrungsbericht ein wenig helfen, die Situation, in der Sie und Ihr Kind sich befinden besser einzuordnen und wünsche Ihnen, dass sich die Probleme, wie bei unserer Tochter in Luft auflösen.

Lassen Sie sich nicht von den Ärzten entmutigen! Kämpfen Sie um Ihr Kind, es hat ein Recht darauf!

Wenn Sie sich noch weiter in das Thema einlesen wollen kann ich Ihnen die folgenden beiden Bücher KISS-Kinder und
Handbuch KISS KIDDs empfehlen, die ich ebenfalls gelesen habe und die mir wertvolle Entscheidungshilfen an die Hand gaben.

Viele Grüsse,

Michael Kellermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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